LINKE: Minijobber sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse

„Gesetzliche Regelungen für Minijobber müssen endlich vollumfänglich beachtet werden. Es ist ein Unding, dass sich vor allem der Handel und das Gastgewerbe daran oftmals nicht halten“, kommentiert Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der NRW-LINKEN und deren Spitzenkandidatin zur anstehenden Landtagswahl, Berichte über Gesetzesverstöße bei sogenannten Minijobbern. „Es reicht beileibe nicht aus, dass der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Rainer Schmeltzer (SPD) sich für die bereits 2012 ins Leben gerufene Landesinitiative mit dem in die Irre führenden Namen ‚Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb‘ rühmt.

Was Minijobber jetzt brauchen, sind wirksame Kontrollen ihrer realen Arbeitsverhältnisse und höhere Strafen für Unternehmen, die sich den gesetzlichen Vorgaben entziehen.

2016 erhielten noch immer 14,5 Prozent der Minijobber nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Fast jedem dritten geringfügig Beschäftigten wird bezahlter Urlaub vorenthalten. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wird von den Arbeitgebern vielerorts ebenfalls unterlaufen. Hier besteht dringender politischer Handlungsbedarf. Schließlich drängt sich der Verdacht auf, dass Arbeitnehmerrechte bewusst missachtet werden.

DIE LINKE fordert zudem, dass für die rund 1,7 Millionen geringfügig Beschäftigten in NRW anständige Arbeitsverhältnisse geschaffen werden, die tariflich entlohnt und zugleich unbefristet sein müssen“, so Demirel weiter.

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